Geschichte

Das Haus im Wandel

Chronik des Hauses Haase

Nicht nur Bäume, auch Berufsstände brauchen starke Wurzeln!

So sah das Haus bis 1898 aus – dann durch Blitzschlag zerstört

Diese Wurzeln werden im Hause Haase durch eine lange Familientradition symbolisiert. Seit 1698 – also seit etwa 300 Jahren – bewohnen und bewirtschaften die Haases das Grundstück in Alt-Grasdorf am Ostufer der Leine.

Der Kuhhirte Cord Haase (1698-1777) wird als Erster in der Familienchronik erwähnt. Die zweite Generation wurde von Vollköthner Johann Christian Haase (1734-1811) vertreten. Dessen Sohn Wilhelm Haase (1769-1837) wird als Halbköthner und Gastwirt bezeichnet. Er wird Wilhelm der Erste genannt und war Reiter im Churhannoverschen Kavallerie-Regiment 4.

Wilhelm Haase der Zweite (1812-1898) war ein konzessionierter Gastwirt und als Halbköthner und Krüger eingetragen. Er vertrat die dritte Generation.

Am 22.09.1943 bei dem verherenden Bombenangriff erneut zerstört – das Hotel Haase brannte bis auf die Grundmauern nieder

Wilhelm Haase der Dritte (1836-1909) war Gastwirt und wieder Vollköthner. Er integrierte eine Postagentur und nannte den Betrieb „Gasthof zur Reichspost“. Wilhelm bot erstmals Gästezimmer zur Übernachtung an. Während seiner Lebzeit wurden 1898 alle Gebäude durch Blitzschlag zerstört. Wilhelm finanzierte den Wiederaufbau 1899 mit dem Verkauf von Ländereien. Einer der neu gebauten Säle fasste über 800 Personen und war damals der größte im Landkreis Hannover. Die sechste Generation wurde von Wilhelm dem Vierten, genannt Willi (1894-1950), vertreten. Er ist der Vater von Günter Haase und dessen heute noch in Grasdorf lebenden Bruders Wilfried. Willi engagierte sich im Vereinsleben und begrüßte die Vereine in seinen Sälen.

 

Während des zweiten Weltkriegs erlebte Grasdorf in der Nacht zum 23. September 1943 einen Bombenangriff. Das gesamte Anwesen der Haases brannte ab. Nach Kriegsschluss wurden zunächst die Nebengebäude notdürftig als Gasträume wieder hergestellt.

1957 folgte der Wiederaufbau

Nachdem Willi Haase 1950 bei einem Verkehrsunfall starb, unterstützte der Sohn und gelernte Koch Günter Haase seine Mutter Elli. Mit Mut und Arbeitseinsatz begann er den Wiederaufbau und schloss diesen 1953 zur Freude aller Grasdorfer ab.

In den neu gestalteten Räumen spielte sich das gesamte Grasdorfer Gesellschafts- und Vereinsleben ab. Ab 1957 wurde Günter von seiner Ehefrau Edith unterstützt. Sie vertraten die siebte Generation. Gemeinsam wurden die ersten Gästezimmer mit insgesamt 14 Betten geschaffen und das Haus erneut als Hotel- Gaststätte ausgebaut.

1963 folgte dann der erneute Umbau mit Ausbau des Hotelbereichs

Die Stadt Laatzen entwickelte sich ab Mitte des 20. Jh. zunehmend zum globalen Messestandort. 1963 entschlossen sich die Haases zum erneuten Abriss des Anwesens. An seiner Stelle errichteten sie das neue, dreistöckige „Hotel Haase“.

Thomas und Ulrike Haase (*1961, 1967)  stiegen 1987 in den elterlichen Betrieb ein. Gemeinsam mit der neunten Generation Lisa und Marie (*1993, 1994) pflegten sie den Betrieb bis 2025.

Ab 2026 führt Familie Rüter den Familienbetrieb im Sinn und Geiste der Familie Haase fort.

 

Aquarell von D. Lex im Jahr 2011

Im Hotel und Restaurant wird ständig investiert und saniert. Zeitgeist und Funktionalität befinden sich im Einklang. Ein besonderes Anliegen ist es uns, regional und ökologisch nachhaltig zu wirtschaften.

Das familiär ausgerichtete Haus soll und wird auch weiterhin den Anspruch auf ausgewogene Gastlichkeit erfüllen. Wir bieten Ihnen in dieser schnellebigen Zeit einen Hort der Geborgenheit – zum Wohle unserer Gäste und für die Zukunft unseres Hauses.

Ihr Hotel Haase

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